Ein wunderschöner Tag

Nach einer sehr kurzen Nacht mit einem starken Kaffee gestärkt, bin ich so gegen 10 Uhr mit Lea zur Thai-Massage gefahren. Die Thai-Masseuse war dieses Mal wieder so richtig genial und ich habe mich danach echt wie neu geboren gefühlt. Zurück im Guesthouse Fortune habe wir dann erst mal Mittag gegessen, bevor Juan, Lea und Jahn, ich, Moses, Jaroni und die beiden Jungs mit dem Pick-up zu einem Ausflug aufgebrochen sind. Moses, der Guesthouse-Besitzer von Lea und Jahn, hat uns nämlich am letzten Abend angeboten, ob wir nicht zu berühmten heißen Quellen und zu einer Tropfsteinhöhle fahren
möchten. Gesagt – getan und so fuhren wir mit dem Pick-up zu dem Ausflugsort. Wir saßen hinten und haben uns den Wind um die Nase blasen lassen. War echt cool! Am Ziel angekommen, hat Moses für uns einen Führer organisiert und wir sind gemeinsam bis auf Jaroni, seiner Freundin, zur Höhle aufgestiegen. Der Aufstieg hat ungefähr 30 Minuten gedauert und führte uns über viele Steinstufen bis zum Höhleneingang. Die Jungs wollten schon nach 15 Minuten nicht mehr weiterlaufen. Wir waren aber unerbittlich und so mußten sie mit uns kommen. In der Höhle selbst sind wir zuerst einige 100 Meter über viele Stufen nach unten in
den ersten großen Höhlenraum geklettert. Anfangs hatte ich ein bißchen Angst, daß ich mit meinen Flip Flops nicht gescheit klettern kann und womöglich den Halt verliere. In dem Höhlenraum selbst war meine Angst dann verflogen und ich habe mir fasziniert die unterschiedlich geformten und verschieden farbigen Tropfsteine angeschaut. Der Führer hat uns dann mit seiner Taschenlampe an der Decke dutzende Fledermäuse gezeigt und ich war echt sprachlos. Ich dachte ja, daß sich Fledermäuse nur in unbeleuchteten Höhlen aufhalten, aber anscheinend brauchen sie nur dunkle Stellen in der Höhle selbst und sie lassen sich nicht von dem Licht stören. Nach einigen Minuten sind wir dann weiter bis zum nächsten und dann bis zum ü
bernächsten Höhlenraum gelaufen. Auf dem Weg dorthin sind wir immer wieder rauf und runter geklettert und Moses hat uns erzählt, daß Thailand diese Höhle im Krieg gegen Burma als Versteck genutzt hat. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus und konnte es kaum glauben, als ich sah, daß der zweite und dritte Höhlenraum fast so groß waren wie die Münchner Philharmonie. Die Tropfsteine waren zum größten Teil unbeschädigt und glitzerten an manche Stellen wie 1000 kleine Diamanten. Es war unbeschreiblich schön und es hat mir nicht wirklich viel ausgemacht, daß die Luft um so weiter wir nach unten geklettert sind schlechter geworden ist. Als wir dann aber wieder zurückgelaufen sind und ich den ersten frischen Atemzug mit einer kräftigen Sauerstoffportion einatmen konnte, war ich schon froh, daß wir nicht noch länger in der Höhle geblieben sind. Anschließend haben wir dann noch gemütlich ein Radler getrunken, fast fertig gekochte Eier aus den Hotsprings gegessen und selbst in den Hotsprings gebadet. Das war echt sehr entspannend. So gegen 18 Uhr sind wir dann wieder mit dem Pick-up nach Mae Sot gefahren und ich habe mir glücklich und zufrieden den Sonnenuntergang mit den Palmen im Vordergrund angeschaut. Es war traumhaft schön und ich hatte das Gefühl genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Der Tag war noch lange nicht zu Ende und wir haben gemeinsam fritierte Krabben mit scharfer Sauce und gebratenen Reis mit Gurken vom Nachtmarkt in der Gartenlaube von Fortune Guesthouse verspeist, als Nachtisch gab es Bananenchips und Dragonfruit und anschließend haben wir gemeinsam „Million Dollar Baby“ am Computer angeschaut. Der Abend war ein sehr schöner Ausklang eines noch schöneren Tages…und dafür möchte ich mich beso
nders bei Moses und Jaroni bedanken, die uns diesen wunderschönen Platz in Thailand gezeigt haben.
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